Leistungen

In den letzten 45 Jahren wurden mit dem patentierten Volltränkungsverfahren über 22.000 Einzelobjekte von uns konserviert. Unsere Langzeiterfahrung und die vielen Vorteile des AVT Verfahrens sowie die Zufriedenheit unserer Kunden sprechen für sich. Einige Beispiele an prominenten Gebäuden in Deutschland und Europa finden sie unter Referenzen.

Leistungen

Die Leistungen der JBACH GmbH sind:

  • Konservierung von Naturstein wie Marmor durch das AVT Verfahren
  • Konservierung brandgeschädigter Skulpturen und Bauwerksobjekten
  • Untersuchungen zur Konservierung unbekannter Steinarten oder poröser Werkstoffe
  • Beratung und Vermittlung hinsichtlich der Konservierung in der Denkmalpflege
  • Konservierung und Modifizierung von Holz und Holzwerkstoffen sowie porösen Biomassen
  • Bereitstellung von Löschmitteln im Mustermaßstab
  • Lizenzierung von Verfahren zur Erzeugung von B1 Brandschutzholz
  • Verbesserung des Brandschutzes speziell für Furniere (Innenausbau, Holz-Leichtbau, Schiffe)
Beschreibung der Verfahrensablauf der Steinkonservierung

Mit dem JBACH AVT-Verfahren werden Natursteine vollständig vor Verwitterung und Destabilisierung geschützt. In dem Verfahren wird der Stein vollständig durchtränkt und ein Monomer im Porennetzwerk des Steins ausgehärtet. Durch die Expertise der JBACH GmbH wird für unterschiedlichste Steinarten bis in den Kern ein optimaler Verbund mit der Porenwandung möglich, wodurch eine vollständig homogene Konservierung ohne Spannungsbildungen möglich ist. Nachteile anderer Konservierungsverfahren, wie sie bei oberflächliche Hydrophobierungen oder Anstriche entstehen, können mit Hilfe des AVT Verfahrens ausgeschlossen werden. Ein typisches Schadensbild dieser Verfahren, die Schalenbildung, kann mit dem JBACH Verfahren ausgeschlossen werden. Nicht zuletzt ein wesentlicher Grund, warum Kunden, wie z.B. die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), seit Jahrzehnenten auf die Dienstleitungen der JBACH GmbH zum nachhaltigen Erhalt von Marmorskulpturen zurückgreifen.

Verfahrensablauf Konservierung von Naturstein Denkmälern
in 7 Schritten
Vorbereitung
auf zum nächsten Schritt
In der Regel dauert es mehrere Monate, bis eine Statue oder ein architektonisches Detail fachgerecht analysiert, restauriert, getrocknet, getränkt und nachbearbeitet ist. Bevor die Objekte zu uns geliefert werden, müssen von den Restauratoren, Bildhauern bestimmte Vorarbeiten geleistet werden.
Dafür haben wir das Informationsblatt "Flankierende Maßnahmen" verfasst. In diesem Informationsblatt stehen alle wichtigen Punkte, die von den Restauratoren beachtet werden müssen, wenn Objekte anschließend getränkt werden.

Wir verfolgen von Beginn an eine ausführliche Bestandsaufnahme und Dokumentation. Daten des Werkstücks, von dem Gewicht über die Gesteinsart bis zum angelieferten Zustand und seiner Restaurierungsvorgeschichte, werden in einem vom Restaurator ausgefüllten Anlieferungsformblatt festgehalten.

nächster Schritt
Der erste Schritt innerhalb des Verfahrensablaufs ist die schonende und konsequente Trocknung. Nur so ist eine spätere totale Durchdringung und Verfüllung mit MMA möglich. Kapillaren, die noch Wasser enthalten, sind nicht in der Lage, ein Konservierungsmittel aufzunehmen. Allein die Trocknung, die ein entscheidender Schritt im Gesamtprozess ist, ist eine wesentlicher Grund dafür, dass eine Volltränkung vor Ort nicht möglich ist.
Über nur 5 mm starke Feuchtefühler, die in das Objekt eingeführt werden, lassen sich die Trocknungswerte und die Temperatur, und damit der Trocknungsverlauf, aufzeichnen. Der Trocknungsprozess dauert je nach Gesteinsart, Größe, Verwitterungszustand und Auswirkung vorangegangener Behandlungen des Objektes 50 - 2500 Stunden! Falls erforderlich, wird durch vakuumunterstützte Trocknung der Trocknungszeit um etwa ein Drittel reduziert.
Trocknung nächster Schritt
Beschichtung
auf zum nächsten Schritt
Das für die Durchtränkung getrocknete Objekt wird partiell mit einer Schutzschicht aus wasserlöslichem Glutin, dem so genannten Hasenhautleim, beschichtet, um ein unerwünschtes Abdampfen und Auslaufen des MMA zu verhindern. nächster Schritt
Während der Tränkung werden die Objekte: Skulpturen, Bauteilen, Epitaphien vergleichbarer Gesteinsarten, in einen großen Tränkbehälter eingelegt, der in einen Vakuum-Druckkessel eingefahren wird.
Nach einer Vakuum-Phase von mehreren Stunden wird die Tränkflüssigkeit aus gekühlten Vorratsbehältern in den Tränkbehälter eingefüllt. Der Füllstand ist so hoch, dass alle Figuren vollkommen untergetaucht sind. Für mehrere Stunden wird die Anlage nunmehr mit Druck beaufschlagt. Die Zeit der Vakuum- Druck-Phasen hängt von der Größe der Objekte, der Gesteinsart und dem Anlieferungszustand ab.
Die darauffolgende Duckbeaufschlagung mit einem Druck bis zu 25 bar erfolgt unter Schutzgas. Die überschüssige Tränkflüssigkeit wird abschließend über eine leistungsfähige Filteranlage in die Vorratsbehälter zurückgeführt.
Tränkung nächster Schritt
Polymerisation
auf zum nächsten Schritt
Durch Wärmezufuhr erfolgt die Aushärtung, die Polymerisation, des in den Kapillaren des Stein befindlichen MMA zu PMMA - d. h. zu Acrylglas. Haftvermittler in der Tränklösung garantieren eine gute Verhaftung mit der Porenwandung.
Die Steuerung dieses Aushärteprozesses setzt große Erfahrung voraus. Mit dieser Steuerung wird einerseits die Qualität der Aushärtung, zum anderen die Qualität der Oberflächenbeschaffenheit der zu konservierenden Skulptur bestimmt.
Nach Abschluss des Prozesses lassen wir die Werkstücke langsam abkühlen, bevor sie aus den Tränkkesseln entnommen werden.
nächster Schritt
Der letzte Arbeitsschritt innerhalb des Verfahrensablaufs ist das Waschen, das Nachreinigen der Oberfläche. Dieser Arbeitsgang wird häufig in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber oder vom eingeschalteten Bildhauer selbst durchgeführt. Bei diesem Schritt ist es möglich, individuell auf die Oberflächenbeschaffenheit, die Verschmutzung und Verkrustung einzugehen.
Nach dem Waschen ist mit dem Auge nicht mehr feststellbar, dass eine Konservierung erfolgt ist.
Reinigung nächster Schritt
Endkontrolle Im Rahmen der Endkontrolle kann eine Ultraschallprüfung an den vor der Tränkung festgelegten Stellen den Konservierungserfolg bestätigen. Durch Gewichtskontrolle und Vergleich der Gewichte vor und nach der Trocknung und nach der Tränkung wird die Gewichtszunahme festgestellt und mit der theoretischen Gewichtszunahme überprüft. Die Aufnahme beträgt:
0,5 bis 2,0 Gewichts-% bei kristallinem Marmor
5,5 bis 11,0 Gewichts-% bei Sandstein und
bis zu 30,0 Gewichts-% bei Tuff.

Intern wird ein Prüfprotokoll von jeder Tränkung und jeder Messung angefertigt. Diese konsequente - und kontinuierlich verbesserte - Protokollierung hat sicher ganz wesentlich dazu beigetragen, dass das Verfahren nachvollziehbar und damit entwicklungsfähig war und ist.
Labor

Die JBACH GmbH hat in ihren Laborräumen die Möglichkeit Gesteinsarten vor und nach der Konservierung hinsichtlich der Materialeigenschaften zu untersuchen.

Für das Tagesgeschäft vieler Natursteine liegen umfangeiche Erfahrungen und detaillierte Kennwerte vor. Dennoch kann es notwendig sein, spezifische Kennwerte vor Annahme eines Auftrags oder nach Abschluss der Konservierungsmaßnahme zu bestimmen, z.B. für:

  • neuen Steinarten
  • Steinarten mit variierenden Eigenschaften aufgrund der Herkunft (Oolithe, durchgehende Tonmineralschichten, Porendurchmesserverteilung)
  • stark degradierte Objekte aufgrund von Brandbelastung, unbekannter Vorbehandlungen, Salzbelastung (Schalen, Kupfersalze)
  • wissenschaftliche Aspekte

Lichtmikroskopische Aufnahmen, Ultraschallmessungen an kleinen Muster, Permeabilitäten und die thermische Dehnung kann JBACH direkt ausführen. Über externe Partner kann darüber hinaus auf Rasterelektronenmikroskopie, Dünnschichtmikroskopie, Expertisen in Gesteins-und Mineralfragen u.a. optional zurückgegriffen werden.

Die Qualität der monomeren Tränklösung wird zudem ständig mittels 1H, 13C  – NMR sowie Dichte- und Viskositätsmessung überwacht.

Zusätzliche Informationen

Unersetzliche Informationen für Restauratoren zur Vorbereitung der Vollkonservierungsmaßnahme finden Sie in den Downloads:

  • Flankierende Maßnahmen

Vor Annahme der Objekte ist das folgende Formular sorgfältig auszufüllen:

  • Anlieferungsformblatt
  • Materialien nach AVT-Tränkung

Download PDF (Flankierende Maßnahmen)

Download PDF (Anlieferungsformblatt)

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